Gold und Wertsachen zu Hause lagern – welche Möglichkeiten existieren?

Hochwertiger Schmuck oder auch Gold können sehr gute Geldanlagen sein. Jetzt gibt es jedoch viele Menschen, die ihr Hab und Gut möglichst bei sich wissen wollen und weder Goldbarren noch Schmuck bei einer Bank einlagern. Gewiss kommt an dieser Stelle der altbekannte Scherz auf, die Wertsachen einfach unter der Matratze oder im Schrank zu lagern. Und in der Tat: Es gibt bis heute unzählig viele Menschen, die genau das machen. Realistisch betrachtet ist dies jedoch keine gute Idee, denn nicht nur wissen Einbrecher genau, wo diese Verstecke zu finden sind, die Wertstücke können auch aus eigener Unachtsamkeit verschwinden. Dennoch gibt es natürlich Möglichkeiten, Geld, Gold und Schmuck zu Hause sicher zu lagern, wie dieser Artikel zeigt.

Gold

Abbildung 1: Gold gilt für viele Menschen immer noch als sehr werthaltige Geldanlage – doch wie bewahrt man physisches Gold am besten auf?

Ist ein Versteck eine gute Idee?

Bei Verstecken müssen immer zwei Fragen beantwortet werden. Die erste ist natürlich, ob das Versteck sicher ist. Die Zweite ist, ob das Versteck so sicher ist, dass man selbst mit der Zeit vergisst, wo es sich befindet. Genau das ist nämlich die Gefahr, von der sogar Nachlassermittler berichten. Immer wieder finden sie in Wohnungen Geld- und Schmuckverstecke, obwohl der Verstorbene offensichtlich verarmt war. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser selbst seine Wertsachen nicht mehr gefunden hat, ist somit groß. Grundsätzlich gilt es, folgende Punkte bei Verstecken zu beachten:

  • Kleine Beträge – wer hingehen und kleine Bargeldmengen im Haus verstecken möchte, um sie notfalls griffbereit zu haben, der kann ruhig relativ gängige Verstecke nutzen. Hinter dem Heizkörper, hinter der Steckdosenabdeckung, sofern diese nicht aktiv ist, am Boden des Katzenklos oder auch im Briefumschlag in der Sockenschublade. Wichtig ist nur, dass an solchen Orten nur kleinere Beträge verwahrt werden.
  • Gold und Schmuck – wer Gold und Schmuck als Geldanlage nutzt, der muss genau auf das Versteck achtgeben. Hier gibt es gebäudeabhängig immer Möglichkeiten.

Das Problem bei Wertverstecken im Haus ist nicht einmal die eigene Vergesslichkeit oder die im Ernstfall nicht bestehende Möglichkeit, Angehörigen davon zu erzählen. Selbst Einbrecher spielen eine untergeordnete Rolle. Das Schicksal ist das eigentliche Übel:

  • Feuer – bricht ein Feuer in der Wohnung oder im Haus aus, können Gold und Schmuck Schaden nehmen und somit den Wert verlieren. Die Gefahr ist zwar nicht unbedingt, dass das Gold einschmilzt, doch je nach Löschmittel wird das Material geschädigt. Bei Schmuck ist dies freilich besonders tragisch.
  • Wasser – weder Schmuck noch Gold sollten vom Wasser zerstört werden, doch auch hier ist nicht zu sagen, wie sich andere Flüssigkeiten im Wasser verhalten. Was ist, wenn Lösungsmittel im Wasser sind?

Ein weiteres Problem bei einem Brand ist, dass nach dem Löschen viele Personen das Haus betreten und somit relativ leicht über das Wertversteck stolpern können. Es sollte natürlich nicht so sein, aber wer kann garantieren, dass ein Ring inmitten des Schuttes nicht verschwindet? Oder wie lässt es sich beweisen, dass er überhaupt vorhanden war?

Tresore als Sicherheit – was sollte beachtet werden?

Die beste Option, um zu Hause Werte zu verwahren, ist natürlich ein Tresor. Er ist dazu geschaffen, Wertsachen sicher zu verwahren und hält so manchem Angriff stand. Wichtig ist:

  • Befestigung – freilich gibt es handliche Tresore, die von einer Person bewegt werden können. Nur, wenn der Besitzer ihn schon bewegen kann, ist dies auch einem Einbrecher möglich. Daher muss jeder Tresor fest im Boden oder in der Wand verankert sein.
  • Schließmechanismus – dieser muss sicher sein. Ob ein manueller oder ein Zahlenmechanismus bevorzugt wird, muss jeder für sich entscheiden, wichtig ist nur, dass der Code verinnerlicht werden sollte. Hierzu gibt es übrigens einen Trick: Den Code einfach in einem Bankschließfach hinterlegen. Im Notfall ist er nun für bestimmte Personen greifbar.
  • Festigkeit – ein guter Tresor sollte nicht nur manuellen Angriffen standhalten, sondern auch ein Feuer überstehen. Ist dies nicht der Fall, tritt dasselbe Problem auf, wie beim typischen Hausbrand. Steht er auf dem Boden, sollte er auch wasserdicht sein.

Die Größe des Tresors hängt natürlich von den Wertsachen ab, die in ihm verwahrt werden sollen. Ein wenig mehr Platz schadet jedoch nicht, denn so können auch wichtige Dokumente, das Testament oder andere Habseligkeiten in ihm eingeschlossen werden. Auf der Webseite von Hartmann Tresore können Verbraucher Schritt für Schritt den passenden Tresor finden, der voll und ganz auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist.

Welche Möglichkeiten existieren sonst noch?

Sobald Wertsachen im Haus gelagert werden, ist es ratsam, die Sicherheit des Hauses allgemein zu erhöhen. Immerhin ist der beste Schutz, dass Einbrecher überhaupt nicht ins Haus gelangen. Und das gelingt:

  • Alarmanlage – diese sollte vorhanden sein. Hier gibt es mehrere Varianten, die teilweise direkt mit der Polizei verbunden werden.
  • Service Tresor – wer einen Tresor hat, kann diesen ebenfalls mit einem Sicherheitsdienst verknüpfen lassen. Versucht jemand Unberechtigtes, den Tresor zu öffnen, wird der Sicherheitsdienst alarmiert. Tipp: Eine Überwachungskamera, die den Tresor zeigt, und auf die der Service Zugang hat, hilft hier zusätzlich.
  • Fenster/Türen – sie können nicht nur mit verbesserten Schlössern oder Riegeln versehen werden, sondern auch mit einem Alarm.

Ansonsten sollte niemals über die Wertsachen im Haus geredet werden. Dazu gehört auch, dass kostbarer Schmuck nicht Gästen oder anderen Besuchern gezeigt wird. Umso weniger Menschen von den Wertsachen wissen, desto sicherer sind sie verwahrt. Wer sichergehen möchte, dass die Angehörigen von einem Versteck erfahren, sobald der Besitzer nicht mehr ansprechbar oder auch verstorben ist, der kann immer noch mit einem Schließfach oder auch mit einer zusätzlichen Verfügung arbeiten. Wichtig: Das Testament reicht bei Mietwohnungen nicht aus. Ist Vermögen vorhanden, kann die Testamentseröffnung länger dauern, als die Kündigungsfrist der Wohnung anhält. Es wäre ärgerlich, wenn der Umschlag mit Schmuck unter einer Schublade klebt, der ganze Schrank jedoch entsorgt wird, weil niemand Wertsachen in ihm gefunden hat.

digitaler Safe

Abbildung 2: Tresore sind heute in vielen Ausfertigungen zu finden.

Fazit – wenn Zuhause, dann sicher

Wer seine Wertsachen zu Hause verwahren möchte, der sollte unbedingt einen sicheren und geschützten Ort und einen Tresor wählen. Anderenfalls gibt es zu viele Gefahren und auch Missgeschicke, die zu einem echten Verlust führen können. Es darf nicht vergessen werden, dass viele Wertsachen über Jahrzehnte gelagert werden. Wer in der Zwischenzeit nicht mehr daran denkt, der »entsorgt« das Versteck eventuell gar versehentlich, weil er es selbst vergessen hat.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ hamiltonleen (CC0-Lizenz) / pixabay.com

Abbildung 2: @ stevepb (CC0-Lizenz) / pixabay.com