Steuertipps für Pendler

Viele Berufstätige haben ihren Arbeitsplatz nicht in der direkten Umgebung ihres Wohnortes, sondern müssen zum Teil weite Strecken zurücklegen, um zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen. Zum Glück können Berufstätige, die zu ihrer Arbeit pendeln, die Fahrt zwischen ihrer Wohnung und dem Arbeitsplatz steuerlich geltend machen. Zum 1. Januar 2007 hatte der Gesetzgeber festgelegt, dass Pendler ab dem 21. Entfernungskilometer 0,30 Euro pro gefahrenen Kilometer steuerlich absetzen können.

Seit dem 18. März 2009 ist es jedoch wieder möglich, die Kilometerpauschale ab dem 1. Kilometer geltend zu machen. Dies gilt sogar rückwirkend zum 1. Januar 2007. Die Kilometerpauschale schließt auch Parkgebühren, Versicherung oder Diebstahl mit ein. Diese können nun nicht mehr einzeln abgesetzt werden. Allein die Unfallkosten sind nicht von der Kilometerpauschale abgedeckt und sind als Werbungskosten absetzbar.

Welche Fahrten abgesetzt werden können

Fahrtenbuch schreiben

Fahrten von der Steuer absetzen

Die Entfernungspauschale gilt für jeden Berufstätigen und ist unabhängig davon, welches Verkehrsmittel der Pendler verwendet. Dies bedeutete, dass Berufspendler alle Fahrten zum Arbeitsort steuerlich geltend machen können, die sie mit dem eigenen Auto, einem Firmenwagen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit dem Motorrad oder Fahrrad, zu Fuß oder als Mitfahrer einer Fahrgemeinschaft zurücklegen. Wird ein öffentliches Verkehrsmittel genutzt, ist es nicht nötig, die Belege aufzuheben.

Pro Jahr können bis zu 4.500 Euro Pendlerpauschale geltend gemacht werden. Das Finanzamt geht bei einer Vollzeitstelle in der Regel von 230 Arbeitstagen im Jahr bei einer 5-Tage-Woche und von 280 Arbeitstagen im Jahr bei einer 6-Tage-Woche aus. Liegt die tatsächliche Arbeitszeit darüber und wird als Kilometerpauschale geltend gemacht, sind hierüber beim Finanzamt Nachweise zu erbringen.

Absetzbarkeit der Fahrtkosten bei Fahrgemeinschaften

Bei einer Fahrgemeinschaft hat nicht nur der Fahrer selbst sondern auch der Mitfahrer die Möglichkeit, die Pendlerpauschale geltend zu machen. Dabei dürfen der Fahrer und die Mitfahrer immer nur die kürzeste Strecke von ihrem Wohnort zum Arbeitsplatz steuerlich absetzen. Die Strecke, die der Fahrer zurücklegt, um Mitfahrer abzuholen, darf er nicht steuerlich geltend machen.

Bei der Fahrgemeinschaft ist wichtig, wer das Auto zur Verfügung stellt. Wird für die Fahrgemeinschaft immer dasselbe Auto verwendet, ist die Pendlerpauschale für die Mitfahrer auf 4.500 Euro jährlich begrenzt, während der Fahrer keiner Begrenzung unterliegt. Werden verschiedene PKWs genutzt, sollten die Fahrer dokumentieren können, an wieviel Tagen sie ihr eigenes Auto verwendet haben, um in Fahrgemeinschaft zum Arbeitsplatz zu fahren.

Weitere Bedingungen an die Pendlerpauschale

Für alle Pendler gilt, dass sie nur die kürzeste Wegstrecke geltend machen dürfen. Unter bestimmten Voraussetzungen kann man auch Umwege steuerlich absetzen, etwa wenn dieser die Fahrtzeit deutlich verringert, und der Umweg regelmäßig gefahren wird. Darüber hinaus ist es nur zugelassen, die einfache Entfernung zum Arbeitsplatz als Grundlage zu nehmen, auch wenn die Fahrt zur Arbeitsstelle mehrmals am Tag unternommen wird. Wenn jemand in verschiedenen Wohnungen wohnt, darf er nur dann die weitere Strecke zur Arbeitsstelle geltend machen, wenn diese Wohnung der Hauptwohnsitz ist.

Entfernungspauschale für Selbstständige

 

Bei Flugreisen gilt die Pendlerpauschale nicht. Auch Selbstständige können eine Entfernungspauschale geltend machen. Dies ist dann möglich, wenn das von ihnen genutzte Fahrzeug Teil des Betriebsvermögens ist. Behinderte, die einen Behinderungsgrad von mindestens 50 Prozent haben und mit ihrem eigenen PKW zur Arbeit fahren, können sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt zu ihrem Arbeitsplatz steuerlich absetzen. Dazu kommen noch Parkgebühren am Arbeitsort.