Familienunfallversicherung – Kosten und Vorteile einer Versicherung fr die Familie

Der Abschluss einer Familienunfallversicherung bringt nicht nur Absicherung durch Versicherungsleistung im Unglücksfall, sondern man spart außerdem Zeit und Geld. Dies deshalb, da anstatt mehrerer separater Unfallversicherungen eine Police für die ganze Familie abgeschlossen wird. Das macht den bürokratischen Aufwand geringer und ist in der Regel auch günstiger als der Abschluss mehrerer Einzelverträge.

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Die private Unfallversicherung

Bevor man sich überhaupt mit dem Thema Familienunfallversicherung sinnvoll befassen kann, muss evaluiert werden, wieso eine private Unfallversicherung überhaupt empfehlenswert ist. Oftmals wird nämlich fälschlich argumentiert, dass sich diese mit der gesetzlichen Versicherung decken würde.

Hierzu ist wissenswert, dass der gesetzliche Versicherungsschutz lückenhaft ist. Dies vor allem deshalb, da man grundsätzlich nur dann versichert ist, wenn der folgenschwere Unfall in die Kategorie Wege- oder Arbeitsunfall fällt. Das heißt, dass nur jene Unfälle finanziell abgesichert sind, die sich entweder am Arbeitsplatz während der Arbeitszeit oder auf dem Weg zur Arbeit abspielen. Statistisch gesehen ist jedoch die Wahrscheinlichkeit eines Freizeitunfalls höher. Diese Kategorie fällt jedoch nicht in die von der gesetzlichen Pflichtversicherung abgedeckten Schadensfälle. Ereignet sich der Unglücksfall also außerhalb der Dienstzeit, bleibt man in der Regel auf den daraus folgenden finanziellen Nachteilen sitzen. Um diesem durchaus realen Risiko vorzubeugen, lohnt sich also der Abschluss einer privaten Unfallversicherung, die diese Lücken der gesetzlichen Versicherung schließt, indem sie vor den materiellen Folgen eines Freizeitunfalls durch Leistung schützt.

Aus der Tatsache, dass regelmäßig nur Wege- oder Arbeitsunfälle vom gesetzlichen Versicherungsschutz abgedeckt werden, folgt natürlich unmittelbar der komplette Ausschluss von nicht Erwerbstätigen aus dem Kreis der Versicherten. Da in diesem Fall also keine Lebenssituation vom Versicherungsschutz abgedeckt wird, ist eine private Unfallversicherung dringend zu empfehlen.

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In Bezug auf die Familienunfallversicherung ist außerdem wissenswert, dass Kinder ebenfalls unter den Lücken der gesetzlichen Variante der Versicherung leiden. Diese sind nämlich nur während der Schul- oder Kindergartenzeit gegen die finanziellen Unfallfolgen versichert. Gerade bei Kindern sind Unfälle außerhalb dieses kleinen Zeitrahmens nahezu alltäglich. Folgenschwere Unfälle, welche die Gesundheit des Kindes beeinträchtigen, sind eine große emotionale Belastung für jede Familie. Diese ist umso dramatischer, wenn das Unglück auch noch von einer zusätzlichen finanziellen Belastung überschattet wird.

Wann leistet die Familienunfallversicherung?

Die Wesentlichkeit einer Unfallversicherung wird besonders dann klar, wenn man sich praktische Beispiele von Leistungsfällen vor Augen führt. Stolpert man beispielsweise im eigenen Haus und stürzt dabei so unglücklich, dass man dauerhafte Beschwerden davonträgt, bleibt man ohne private Unfallversicherung auf dem finanziellen Nachteil sitzen.

Oftmals müssen Umbaumaßnahmen im Haus vorgenommen werden, wie beispielsweise die Installation eines Treppenliftes, oder es werden besondere Gehbehelfe benötigt. Wer über eine private Unfallversicherung verfügt, der wird in diesem Fall mit einer Versicherungsleistung unterstützt. Grundsätzlich ist man also 24 h pro Tag und 364 Tage pro Jahr versichert. Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung kennt die private keine zeitliche Beschränkung des Versicherungsschutzes.

Wie hoch ist die Versicherungsleistung?

Die Höhe der Leistungen ist von Police zu Police unterschiedlich und hängt natürlich auch mit den vereinbarten Beiträgen zusammen. In der Regel ist es jedoch eine spürbare Summe, die den finanziellen Nachteil des Unfalles zu einem Großteil ausgleichen kann.

Neben der vereinbarten Versicherungssumme ist außerdem meist der Grad der körperlichen Beeinträchtigung relevant. Ist diese geringfügig, so wird auch die Leistung der Versicherung weniger großzügig ausfallen. Dies ist deshalb legitim, da die Versicherungssumme ja die Nachteile des Unfalles ausgleichen soll. Sind die Nachteile gering, wird in der Regel auch weniger Ausgleich nötig sein. Ebenfalls relevant ist die sogenannte Gliedertaxe. Diese enthält Invaliditätsgrade für Sinnesorgane und Körperteile. Die Leistung der Versicherung hängt hier im Besonderen davon ab, ob eine volle oder teilweise Gebrauchsunfähigkeit vorliegt.

Ein weiterer Faktor, der die Versicherungsleistung beeinträchtig, ist eine mögliche Progression. Wird beim Abschluss der Versicherung eine solche vereinbart, so bedeutet das, dass im Versicherungsfall ab einem bestimmten Invaliditätsgrad die von der Versicherung ausbezahlte Summe um ein Vielfaches steigt. Hierfür gibt es Progressionsstaffeln, die meist bei 200 % der Versicherungssumme beginnen. Wenn die Police eine Progression vorsieht, ist bei schweren Unfällen meist mit einer sehr hohen Versicherungsleistung zu rechnen. Hierbei muss natürlich auch beachtet werden, dass die zu bezahlenden Beiträge ebenfalls höher ausfallen.

Neben einer Einmalzahlung kann außerdem auch eine Invaliditätsrente vereinbart werden. Dies hat zur Folge, dass auch eine unfallbedingte Erwerbseinschränkung vom Versicherungsschutz abgedeckt wird. Der Versicherte kann dann mit einer monatlichen Versicherungsleistung im Ausmaß der unfallbedingten Erwerbseinschränkung rechnen.

Eine weitere Zusatzleistung stellt das Krankenhaustagegeld dar. Dieses wird während eines Krankenhausaufenthaltes ausbezahlt. Pro Tag wird in der Police eine fixe Summe vereinbart, die im Versicherungsfall zur finanziellen Unterstützung während des Krankenhausaufenthaltes dienen soll. Hiermit kann beispielsweise der anfallende Selbstbehalt für Medikamente bezahlt werden.

Beachtenswertes bei der Familienunfallversicherung

familienunfallversicherungDa der Abschluss einer privaten Unfallversicherung ohnehin für jeden Sinn macht, sollte man als Familie unbedingt die Familienunfallversicherung in Erwägung ziehen.

Die Tarife für Kinder sind bei seriösen Versicherungen natürlich immer geringer als jene für Erwachsene. Der Grund dafür liegt mitunter darin, dass beispielsweise der Abschluss einer Invaliditätsrente aufgrund der Nichtausübung einer beruflichen Tätigkeit der Kinder in der Regel keine sinnvolle Option darstellt.

Außerdem sollten die Beitragszahlungen für die ganze Familie verhältnismäßig gering sein. Versichert man jedes Familienmitglied einzeln, so wird die zu bezahlende Gesamtsumme im Vergleich zur Beitragszahlung einer Familienunfallversicherung diese in der Regel um einige Prozentpunkte überschreiten.

Bei der Familienunfallversicherung macht es natürlich immer Sinn, eventuelle Zusatzleistungen für bestimmte Personen in Erwägung zu ziehen. Eine Invaliditätsrente ist besonders für den Hauptverdiener empfehlenswert. Was außerdem abgeschlossen werden kann, ist eine Zusatzleistung im Todesfall. Auch wenn dieser Gedanke am liebsten verdrängt wird, ist es trotzdem sinnvoll an die finanziellen Nachteile zu denken, die auf die Familie im Falle des Versterbens des Hauptverdieners zukommen würden.

Grundsätzlich bleibt also zu sagen, dass Unfallrisiken als realistisch wahrgenommen werden sollten. Demzufolge ist der Abschluss einer privaten Unfallversicherung, welche die Lücken der gesetzlichen Versicherung schließt, dringend zu empfehlen. Eine Familienunfallversicherung bringt für Familien in der Regel nur Vorteile und keine Nachteile mit sich. Sowohl die Beitragskosten als auch der bürokratische Aufwand ist geringer als beim Abschluss von mehreren unabhängigen Policen.

Mehr:

http://www.test.de/Unfallversicherung-Raus-aus-miesen-Policen-4300658-0/

http://www.familienunfallversicherung.org/

http://www.bild.de/infos/unfallversicherung/unfallversicherung/familienunfallversicherung-8413444.bild.html

 

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